Am 31. Mai 2025 habe ich für meine Kinder zum Kindertag einfach bisschen was zum Naschen eingekauft und dann habe ich so zu Gott gesagt: „Ich bin doch dein Kind? Was kriege ich denn von dir zum Kindertag?“ Und da dachte ich mir, ist ganz schön eine steile Vorlage.

Aber ich habe mir nicht weiter darüber Gedanken gemacht. Und am 1. Juni zum Kindertag saß ich mit meinem Mann auf der Terrasse. Und vorher muss ich noch einwerfen:

Ich bin in meiner Kindheit mit Turmfalken aufgewachsen. Die lebten unter unserem Balkon, dort wo wir gewohnt haben. Bis zu meinem 14. Lebensjahr habe ich dort gewohnt. Die haben dort gebrütet und da war ein Dach daneben, so ein Anbau praktisch und auf dem Dach sind die dann immer gestartet und saßen dort und landeten dort auch. Also ich bin mit Falken groß geworden und ich liebte sie, ich liebte den Ruf der Falken und lieb seitdem auch wirklich alle Greifvögel. Ein Greifvogel hat für mich irgendwie so diese Erhabenheit, wie auch der Adler. Da gibt es auch den einen Bibelspruch: „Die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler…“ (Jesaja 40, 31). Das war für mich schon immer sehr beeindruckend. Und jedenfalls mit diesen Falken bin ich aufgewachsen eine ganze Zeit lang.

Und an dem ersten Juni, dem Kindertag, sitzen wir zusammen auf der Terrasse, mein Mann und ich, und ich höre einen Ruf. Und zwar war das der Ruf eines Falken. Und es landet ein Turmfalke bei unserem Nachbarn auf dem Rollladensims. Und der guckt zu mir runter.

Und mir liefen die Tränen, und ich dachte, das ist mein Kindertagsgeschenk von Gott, von meinem Papa. Seitdem weiß ich für mich, bin ich mir ganz sicher, habe keine Zweifel mehr dran: Ich bin Königskind. Der Falke ist mein Bote, der mir das jetzt ins Herz gepflanzt hat. Und das Coole ist, der Falke war bis 26. August täglich da, kam zur Dämmerung, hat hier übernachtet und ist morgens zur Dämmerung wieder fortgeflogen und auch dieses Jahr kam er im April, hat mich in der Klinik sogar immer mal übern Tag gegrüßt und hat sich im Oktober verabschiedet. Sie überwintern in den Wäldern.

Gott, mein Papa, hat mir das auf diese Weise in mein Herz gepflanzt:

Ich bin Königstochter. Und das ist für mich ganz wertvoll.Und dafür bin ich IHM zutiefst dankbar.

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